Teilnahme am REIDA Benchmark: Einblick in die Praxis mit Berninvest

Sebastian Gyr von Berninvest teilt seine Erfahrungen zur REIDA-Dateneingabe. Er ist Portfoliomanager der beiden börsenkotierten Immobilienfonds IMMO Helvetic und Good Buildings.

Seit wann seid ihr bei REIDA dabei und aus welchen Gründen habt ihr euch entschlossen, am REIDA CO₂e-Benchmark teilzunehmen?

Mit den Jahresabschlüssen 2025 veröffentlichen wir erstmals unsere REIDA-Daten für die beiden börsenkotierten Immobilienfonds «Immo Helvetic» und «Good Buildings Swiss Real Estate Fund». Ausschlaggebend für die Teilnahme am REIDA CO₂e-Benchmark waren einerseits die Selbstregulierung der AMAS und andererseits der Wunsch nach einer objektiven, standardisierten und branchenweit vergleichbaren Beurteilung der CO₂e-Emissionen unserer Immobilienportfolios. Der Benchmark schafft Transparenz, ermöglicht eine realistische Standortbestimmung und unterstützt uns dabei, unsere Nachhaltigkeitsstrategie datenbasiert weiterzuentwickeln. Inzwischen haben auch die KGAST und der ASIP die REIDA-Grundlage übernommen.

Der REIDA CO2-Benchmark

Hinter REIDA (Real Estate Investment Data Association) steht ein nicht-profitorientierter Verein aus rund 30 Akteuren der Immobilienbranche, der sich die Transparenz auf die Fahne geschrieben hat. Während die Vereinigung bereits seit Jahren Standards für Finanzdaten setzt, hat sich der CO2-Benchmark als standardisierte Methodik zur Berechnung von Umweltkennzahlen fest verankert.

Der REIDA CO2-Benchmark basiert auf einer standardisierten, schweizweit anerkannten Methodik zur Berechnung umweltrelevanter Kennzahlen. Die aggregierten Benchmarkwerte aus allen teilnehmenden Portfolios sind öffentlich, Benchmark-Teilnehmende erhalten zusätzlich einen REIDA CO2e-Report für ihr eigenes Portfolio.

Wie habt ihr den Prozess der REIDA-Dateneingabe generell erlebt?

Der Prozess ist klar strukturiert und gut nachvollziehbar. Bei grösseren Portfolios ist die Dateneingabe jedoch mit einem erhöhten Koordinationsaufwand verbunden. Mit guter Vorbereitung und klaren Zuständigkeiten lässt sich der Prozess effizient umsetzen.

Welche Herausforderungen seht ihr bei der Erhebung und Aufbereitung der für den REIDA CO₂e-Benchmark notwendigen Daten?

Die grösste Herausforderung ist die Verfügbarkeit und Qualität der Daten. Verbrauchs- und Gebäudedaten liegen oft unvollständig, nicht zentral oder in unterschiedlicher Detailtiefe vor. Die Vereinheitlichung und Plausibilisierung der Daten ist daher mit erheblichem Aufwand verbunden, insbesondere weil wir mit externen Immobilienbewirtschaftungen zusammenarbeiten. Wir gehen davon aus, dass die Dateneingabe künftig schneller erfolgen wird, da der Prozess nun mit den externen Immobilienbewirtschaftungen etabliert ist.

Alphaprop unterstützt Eigentümer in der Energiedatenerfassung und der Aufbereitung für die REIDA Dateneingabe

  • Erfassung von Energiedaten (z.B. automatisiertes Auslesen von Rechnungsdaten mittels KI)
  • Berechnung der umweltrelevanten Kennzahlen nach AMAS/KGAST
  • Aufbereiten der Daten für die Teilnahme beim REIDA CO2-Benchmark (Abfüllen das REIDA Templates)
  • Berechnen des CO2-Absenkpfades auf Basis einer Sanierungsplanung
  • Aufbereiten der Daten in einem interaktiven Analyse-Dashboard

Welche Vorteile siehst du in der Digitalisierung und der Automatisierung der Prozesse?

Digitalisierte und automatisierte Prozesse erhöhen die Effizienz, reduzieren Fehler und verbessern die Datenqualität. Sie ermöglichen eine laufende Aktualisierung der Kennzahlen, eine bessere Vergleichbarkeit über mehrere Jahre und mehr Transparenz für interne und externe Anspruchsgruppen. Langfristig sind sie eine zentrale Voraussetzung für ein wirksames ESG- und CO₂-Management.

Wir durften im vergangenen Jahr für euch die Datenaufbereitung für die REIDA-Dateneingabe machen. Wie erlebt ihr die Zusammenarbeit mit Alphaprop?

Wir kennen das Team von Alphaprop seit einiger Zeit und haben die Zusammenarbeit als sehr professionell, strukturiert und lösungsorientiert erlebt. Besonders geschätzt haben wir das hohe Verständnis für die Immobilienpraxis, die sorgfältige Datenprüfung und die klare Kommunikation. Die Unterstützung von Alphaprop hat den REIDA-Prozess deutlich effizienter gemacht und gleichzeitig die Datenqualität verbessert.

Welchen Rat gibst du anderen Eigentümern?

Eine gute Vorbereitung und klare Zuständigkeiten sind essenziell. Für das erste Onboarding sollte man definitiv mehr Zeit einplanen, als man denkt. Im zweiten Jahr greifen dann die Skaleneffekte und die Prozesse werden effizienter.

Vielen Dank für das Gespräch!

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